
Was kann Immich?
Die Anwendung bietet eine übersichtliche Fotogalerie, Alben, Gesichtserkennung und eine automatische Sicherung von Smartphone-Fotos. Über eine App kann ich vom iPhone auf meine Bilder zugreifen. Der entscheidende Unterschied zu klassischen Cloud-Diensten: Die Daten liegen auf meinem eigenen Server. Immich läuft auf meinem UGREEN DXP2800 in mehreren Docker-Containern. Neben der eigentlichen Anwendung werden unter anderem eine Datenbank und weitere Komponenten benötigt. Die Fotos liegen in Verzeichnissen auf dem NAS, während die Datenbank Informationen über die Bilder verwaltet. Damit das alles funktioniert, müssen die Speicherpfade und Berechtigungen richtig konfiguriert sein. Ich habe das noch getrennt. Einmal habe ich Fotos, die über die Immich-App automatisch hochgeladen werden und einen Ordner mit meinen "bisherigen" Alben. Der ist schreibgeschützt und wird durch Immich nur angezeigt.
Die Sache mit den Meta-Daten:
Eine Herausforderung waren die Aufnahmedaten einiger Bilder. Fotos enthalten normalerweise sogenannte EXIF-Daten. Darin stehen beispielsweise das Aufnahmedatum, die Kamera und manchmal auch der Aufnahmeort. Sind diese Informationen falsch, erscheinen Fotos in der Zeitleiste möglicherweise an der falschen Stelle. Beim Kopieren der Daten ersetzen die Betriebssystem manchmal den Erstellungs- oder Änderungszeitpunkt. Mit dem Werkzeug #ExifTool habe ich deshalb Metadaten korrigiert. Das war zwar etwas aufwendig, hat aber gleichzeitig gezeigt, wie wichtig saubere Datenbestände sind.
Ersetzt Immich jetzt iCloud?
Noch nicht vollständig. Meine Familie nutzt weiterhin Apple-Dienste, und ich möchte erst sicher sein, dass Immich langfristig zuverlässig funktioniert. Außerdem muss die Datensicherung stimmen. Aber Immich ist ein wichtiger Schritt in Richtung digitaler Unabhängigkeit. Darüber hinaus ist es nicht so einfach die Daten sauber aus der iCloud zu bekommen - jedenfalls wenn man so viele Fotos hat wie ich. Sobald alle Fotos und Videos der Familie vollständig sind und alles für alle funktioniert, ist das Ziel iCloud Fotos abzuschalten.
Natürlich empfiehlt sich ein Backup der Fotos die auf dem NAS liegen. Dazu komme ich in einem späteren Beitrag.

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